Anlass & Motivation

Vom "Gegner "zum Komplizen - eine wahre Geschichte

Ich erlebte kürzlich als ein Teil eines eingeladenen Elternpaares ein Elterngespräch mit einer jungen Quereinsteigerin im Lehrerberuf und der dazugehörigen Horterzieherin.

Wir legten unsere Gesprächsvorbereitung vor uns auf den Tisch...

Nach etwa 30sec kämpfte unser rechtes Gegenüber mit den Tränen, hielt sich die Hände vor das Gesicht und fächerte sich  Luft zu. Nach 30 min wollte unser linkes Gegenüber das Gespräch verlassen, weil es sich persönlich angegriffen fühlte.

Das war insbesondere mir schon sehr unangenehm, so dass ich gar nicht alles ansprach, was ich diskussionswürdig fand. Daher erklärten wir unserem Gegenüber, dass es doch ganz normal ist, unterschiedlicher Meinung zu sein und dass man nicht alles als persönlichen Angriff werten müsste. Wir versuchten den Dialog konstruktiv fortzuführen. Dieser dauerte dann auch tatsächlich 40 min und endete mit dem emotionalen Desaster auf der rechten Seite und Sprachlosigkeit mit Tendenz Abwehrhaltung auf der linken Seite. 

 

Was war passiert? 

Einiges vorweg: 

-     Es war morgens 7:30 – also ohne bisherigen Stress am Tag.  

-     Es wurde in dem Gespräch nicht geschrien, nicht beleidigt und auch sonst sachlich gesprochen. 

-     Jeder legte seinen Standpunkt dar und der außenstehende Beobachter hätte bestätigt, dass es sich um einen Dialog handelte.

 

Was war also der Grund für dieses Phänomen?

 

Es gab offensichtlich einen entscheidenden Unterschied zwischen uns Eltern und unserem Gegenüber:

 

Wir hatten uns auf das Gespräch vorbereitet.

Sowohl die Lehrerin als auch die Horterzieherin waren nicht vorbereitet.

 

Das führte dazu dass wir in der Lage waren, unsere Meinung sachlich darzulegen, zu belegen und zu begründen und unser Gegenüber völlig die Autorität und das Gesicht verlor, hilflos im Stuhl zusammensackte und gegen Ende tatsächlich zugab nicht fähig zu sein, den Beruf kompetent auszuüben. 

 

Nach dem Gespräch war ich nicht glücklich.

Es hatte uns nichts gebracht, unserer Tochter nicht und unserem Gegenüber ging es nicht gut.

 

In dem Moment habe ich die Idee entwickelt und auch das Bedürfnis gefühlt, meine Erfahrung, mein Wissen und meine Kompetenz weiterzugeben, um noch unerfahrenen und jungen Lehrerinnen und Lehrern und Pädagoginnen und Pädagogen eine Chance zu geben. Denn ein Angriff ist kein Kinderspiel!

aber Problemlösung hat Methode

Die richtige Literatur hilft uns dabei.